ZU gast bei

Annik Hosmann

Von Aimée

24. JUNI 2021

Die 28-jährige, in Zürich lebende Journalistin und Vintage-Liebhaberin zeigt uns ihre Wohnung. Sie erzählt uns von ihrer multikulturellen Inspiration und ihrem Einrichtungsstil.

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Annik, magst Du Dich kurz vorstellen?

Annik

Ich bin Wahl-Zürcherin und lebe mitten im Kreis 5 in einer Dachwohnung und arbeitet als Redaktorin beim „Tages-Anzeiger“.

Als Journalistin gehört die konstante Content-Generierung zu Deinem Alltag. Wie inspirierst Du Dich dabei?

Annik

Bei einer Tageszeitung ergeben sich einige Themen automatisch durch das Tagesgeschehen und die Agenda. Ich schreibe regelmässig über Kunst, deshalb bin ich oft auch privat in Museen und Galerien. Und ich lese viel – internationale Medien online, Indie-Magazine auf Papier.

Du bist Co-Host des Popkultur- und Politik-Podcast “Ciao for Now”. Wie ist diese Idee entstanden und wer sollte unbedingt einmal bei Euch reinhören?

Annik

Kerstin Hasse, die andere Hälfte von „Ciao for Now“, und ich waren schon vorher befreundet und haben oft über Politik, Gesellschaftsthemen und eben auch mal Chiara Ferragni und virale Instagram-Posts gesprochen. Und irgendwann fanden wir, dass wir aus diesen Gesprächen auch etwas Produktives machen könnten. Wer sich also für amerikanische Politik genauso wie für Trash-TV interessiert, die oder der ist richtig bei uns. Ausserdem sollte man Italien mögen – wir haben beide italienische Wurzeln und diskutieren auch mal 10 Minuten über Pastaformen. 

Denn Podcast von Annik und Kerstin gibt’s zu hören auf Apple Podcasts, Spotify oder Podtail.

Bern, Island, New York und nun Zürich. In all diesen Städten hast Du gelebt. Welche hat Deinen Sinn für Ästhetik am stärksten geprägt?

Annik

Tatsächlich wohl alle. Meine Heimatstadt Bern durch die Designaffinität meines Vaters. Island mit den Scandi-Einrichtungsläden und dem grossen Flohmarkt in Reykjavik. New York – because anything goes! Und Zürich durch meine frühere Arbeit bei der annabelle und die vielen tollen Wohnungen und Stile meiner Freund:innen.

Dein Lockdown-Hobby war das Stöbern nach Secondhand Möbeln & Mode. Deine tollste Entdeckung auf dieser Schatzsuche?

Annik

Ich bin keine Minimalistin und werde es wohl nie sein. Trotzdem ist mir Nachhaltigkeit wichtig. Deshalb mag ich Fundstücke aus zweiter Hand. Über meinen liebsten Secondhand-Account @unoduotreamoreclub habe ich im Winter einen schwarzen Mohair-Pulli und kürzlich eine Kermit-grüne Satinbluse gekauft. Und weil meine Mitbewohnerin kurz nach dem ersten Lockdown auszog, hatte ich eine halb leere Wohnung. Neben vier praktisch neuen Bugholz-Stühlen von Thonet habe ich gleich zwei tolle Lampen von Louis Poulsen auf einem Online-Marktplatz ergattert.

Welches Möbel wirst Du auch noch in 30 Jahren besitzen?

Annik

Die Bugholz-Stühle von Thonet, eine hohe Porzellansäule für Pflanzen, die ich meinen Eltern abgeluchst habe. Und meine Linck-Vasen.

Was würde uns Deine Wohnung über Dich verraten?

Annik

Dass ich Kunst mag und mich viel damit beschäftige und viel lese. Und dass ich Farben und die 70er toll finde.

Wenn Vintage eine Party wäre, dann wäre diese ...

Annik

… wie ein Klassentreffen: Einige haben eine steile Karriere gemacht und sind weltbekannt, andere werden unterschätzt und zeigen ihr Potenzial erst auf den zweiten Blick.

Anniks 3 Vintage-Lieblinge auf Kurato

Funky – Kunst und Design aus den 70er macht einfach gute Laune.

Classy – die Italiener wissen, wie gutes und zeitloses Lampendesign geht.

Bold – jede Wohnung braucht mindestens einen bunten Stuhl irgendwo.

Schau auch mal auf Anniks Website vorbei oder folge ihr auf Instagram oder Twitter.

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